{"id":3534,"date":"2024-06-28T10:30:47","date_gmt":"2024-06-28T08:30:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/?p=3534"},"modified":"2024-12-05T10:07:34","modified_gmt":"2024-12-05T09:07:34","slug":"so-geht-es-betrieblichgut-durch-die-hitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/so-geht-es-betrieblichgut-durch-die-hitze\/","title":{"rendered":"So geht es betrieblich<br>gut durch die Hitze"},"content":{"rendered":"<p>St\u00e4rkere und l\u00e4nger andauernde <strong>Hitzewellen<\/strong> und eine massive Zunahme der \u201e<strong>Hitzetage<\/strong>\u201d \u2013 also Tagen, an denen das Thermometer auch in unseren Breiten <strong>mehr als 30 Grad<\/strong> anzeigt \u2013 werden st\u00e4ndig mehr. So warnt unter anderem die <a href=\"https:\/\/www.geosphere.at\/de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\" >GeoSphere Austria<\/a> davor, dass es in \u00d6sterreich ohne globalen Klimaschutz bis zum Jahr 2100 eine <strong>Verdreifachung der Hitzetage<\/strong> geben kann \u2013 und das, obwohl sich diese in den letzten Jahrzehnten trotz Schwankungen wie heuer im Juni <strong>bereits mehr als verdoppelt<\/strong> haben. Demnach waren es im Schnitt zwischen 1961 und 1990 in Salzburg sechs Hitzetage j\u00e4hrlich, 2023 im Sommer 25 Hitzetage. \u201eDamit einher geht eine <strong>st\u00e4rkere Belastung des menschlichen K\u00f6rpers<\/strong>, vor allem im Outdoor-Bereich, wie auf Baustellen, im Stra\u00dfenbau oder der Landwirtschaft\u201d, erz\u00e4hlt <strong><a href=\"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/ueber-uns\/team\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AMD-Salzburg-Arbeitsmedizinerin Dr. Claudia Monzo-Fuentes<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie man sich <strong>selbst sch\u00fctzen<\/strong> kann. Dabei gibt es in erster Linie zwei Kategorien: <strong>Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze im Freien<\/strong> und <strong>Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze innerhalb von Geb\u00e4uden<\/strong>. Diese k\u00f6nnen <strong>technische Ma\u00dfnahmen<\/strong>, <strong>organisatorische Ma\u00dfnahmen<\/strong> und\/oder <strong>personenbezogene Ma\u00dfnahmen<\/strong> sein. Allen gemeinsam ist, dass sowohl Mitarbeitende zum (Selbst-)Schutz als nat\u00fcrlich auch Vorgesetzte und Arbeitgebende zum Schutz der Mitarbeitenden beitragen k\u00f6nnen: \u201eAn <strong>hei\u00dfen Tagen nehmen Leistungsf\u00e4higkeit und Konzentration deutlich ab<\/strong> \u2013 egal ob bei k\u00f6rperlichen oder geistigen T\u00e4tigkeiten. Zudem <strong>steigen<\/strong> die <strong>Fehlerh\u00e4ufigkeit und das Unfallrisiko<\/strong> an\u201d, sagt Dr. Claudia Monzo-Fuentes. Dar\u00fcber hinaus muss auf den <strong>Schutz besonderer Personengruppen<\/strong> wie werdende und stillende M\u00fctter, Arbeitnehmende an Steharbeitspl\u00e4tzen, \u00c4ltere und chronisch Kranke spezielle R\u00fccksicht genommen werden.<\/p>\n<p>Generell versucht der menschliche K\u00f6rper, die K\u00f6rpertemperatur im gesunden Zustand immer bei etwa 37\u00b0C zu halten. Sollte die <strong>\u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme<\/strong> im K\u00f6rper <strong>nicht mehr abgegeben<\/strong> werden k\u00f6nnen \u2013 etwa durch die Verdunstung von Schwei\u00df \u2013 wird es problematisch: schlimmstenfalls drohen ein <strong>Hitzschlag oder Dehydrierung<\/strong>. \u201eAufgrund der aktuellen klimatischen Entwicklungen gibt es auf dem Markt nat\u00fcrlich auch moderne Produkte, die dem entgegenwirken. Ziemlich neu in unseren Breiten sind hier spezielle <strong>\u201aK\u00fchlwesten\u2019<\/strong>, die den K\u00f6rper bei der Regulation der K\u00f6rpertemperatur unterst\u00fctzen\u201d, so die Arbeitsmedizinerin. Generell gilt f\u00fcr das <strong>Outdoor-Working<\/strong> die <strong>Hitze<\/strong> im Baugewerbe <strong>als \u201eSchlechtwetter\u201d<\/strong> und ist auch so im Bauarbeiter*innen-Schlechtwetter-Entsch\u00e4digungsgesetz entsprechend definiert.<\/p>\n<p>\u201eBesonders wichtig ist es, dass nat\u00fcrlich <strong>gerade im Sommer<\/strong> und bei Hitze an Arbeitspl\u00e4tzen im Freien die vorgeschriebene <strong>Pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung getragen<\/strong> wird\u201d, betont <a href=\"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/ueber-uns\/team\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>AMD-Salzburg-Sicherheitsfachkraft Gerhard Walkner, BSc<\/strong><\/a>. Dazu z\u00e4hlen z.B. Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Sicherheitshosen, Warnwesten oder Kopfbedeckungen bzw. Helme usw.<\/p>\n<p>Im Sommer gilt f\u00fcr <strong>Outdoor-Arbeitspl\u00e4tze<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn m\u00f6glich, sollte der <strong>Arbeitsbereich beschattet<\/strong> werden.<\/li>\n<li>Es muss auf <strong>Haut- und Augenschutz<\/strong> geachtet werden: Dazu z\u00e4hlen Sonnencreme, Kopfbedeckung mit Nackenschutz, entsprechende UV-Schutzkleidung und Sonnenbrillen.<\/li>\n<li><strong>Schutzkleidung<\/strong> darf nicht abge\u00e4ndert werden und muss auch im Sommer getragen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber auch f\u00fcr <strong>Arbeitsr\u00e4ume<\/strong> sind <strong>Umgebungsbedingungen vorgeschrieben<\/strong>, die dem <strong>menschlichen Organismus angemessen<\/strong> sind. Demnach sollte bei T\u00e4tigkeiten mit geringer k\u00f6rperlicher Belastung \u2013 etwa in B\u00fcros \u2013 die <strong>Raumtemperatur<\/strong> nicht mehr als <strong>25\u00b0C <\/strong>betragen \u2013 sofern diese etwa durch Klima- oder L\u00fcftungsanlagen eingestellt werden kann. \u201eWenn solche Anlagen nicht existieren, sollten <strong>Arbeitgebende alle machbaren technischen und organisatorischen Ma\u00dfnahmen <\/strong>aussch\u00f6pfen, um die Temperatur zu senken\u201d, so Gerhard Walkner, BSc.<\/p>\n<p>M\u00f6glich sind hier f\u00fcr <strong>Indoor-Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> etwa:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ver\u00e4nderungen am Geb\u00e4ude<\/strong> wie entsprechende Sonnenschutzvorrichtungen, Fassadenverkleidungen, etc.<\/li>\n<li><strong>Ventilatoren, Klimaanlagen,<\/strong> mobile <strong>Klimager\u00e4te<\/strong> und\/oder <strong>Au\u00dfenbeschattung<\/strong><\/li>\n<li><strong>L\u00fcften<\/strong> in den <strong>fr\u00fchen Morgenstunden<\/strong>. Weitere Details \u2013 inklusive Link zum \u201eMerkblatt M910\u201c der AUVA \u2013 gibt es im <a href=\"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/so-hilft-das-buero-klima-beim-wohlfuehlen-am-arbeitsplatz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>AMD-Tipp \u201eSo hilft das (B\u00fcro-)Klima beim Wohlf\u00fchlen am Arbeitsplatz\u201c<\/strong><\/a>.<\/li>\n<li><strong>Ver\u00e4nderte Arbeitszeiten<\/strong> erm\u00f6glichen, z.B. fr\u00fcherer Beginn, k\u00fcrzere Schichten, extra Pausen usw.)<\/li>\n<li>\u00c4nderungen der <strong>Leistungsvorgaben<\/strong><\/li>\n<li><strong>Home-Office<\/strong> erm\u00f6glichen<\/li>\n<li><strong>Getr\u00e4nke<\/strong> zur Verf\u00fcgung stellen<\/li>\n<li><strong>Bekleidungsvorschriften<\/strong> lockern und\/oder <strong>Duschgelegenheiten<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201ePerfekt ist es nat\u00fcrlich, wenn bereits bei der <strong>Planung neuer Arbeitsst\u00e4tten<\/strong> die <strong>klimatischen Bedingungen und Entwicklungen ber\u00fccksichtigt<\/strong> werden\u201d, sagt AMD-Salzburg-Sicherheitsfachkraft Gerhard Walkner, BSc, denn: \u201eErstens ist es oft einfacher, technische Ma\u00dfnahmen gegen die Hitze direkt einzubauen und zweitens sind z.B. gro\u00dffl\u00e4chige Glasfassaden zwar sch\u00f6n anzusehen, aber sie machen B\u00fcroarbeitspl\u00e4tze ohne Klimaanlage im Sommer kaum ertr\u00e4glich. Und eine entsprechend genaue Planung kann dadurch langfristig vieles an Folgekosten ersparen.\u201d<\/p>\n<p>Zur <strong>Unterst\u00fctzung und Beratung<\/strong> arbeiten die <strong>Arbeitsmediziner*innen<\/strong> nat\u00fcrlich auch beim Thema Hitze mit den <strong>Sicherheitfachkr\u00e4ften<\/strong> Hand in Hand \u2013 eine ideale Kombination f\u00fcr Betriebe, die ohne gro\u00dfen Aufwand gleich zwei unterschiedliche Perspektiven beleuchten m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4rkere und l\u00e4ngere Hitzewellen, die auch mit immer h\u00e4ufigeren Hitzetagen einhergehen, fordern die Betriebe. Wir verraten, was es zu beachten gilt und wie der (Selbst-)Schutz im Sommer klappt!<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3532,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-3534","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-amd-tipp"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3534"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3538,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3534\/revisions\/3538"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}