{"id":4936,"date":"2026-07-29T15:25:14","date_gmt":"2026-07-29T13:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/?p=4936"},"modified":"2026-07-29T15:25:14","modified_gmt":"2026-07-29T13:25:14","slug":"laerm-am-arbeitsplatz-richtig-beurteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/laerm-am-arbeitsplatz-richtig-beurteilen\/","title":{"rendered":"L\u00e4rm am Arbeitsplatz <br> richtig beurteilen"},"content":{"rendered":"<p><strong>L\u00e4rm z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten und zugleich oft untersch\u00e4tzten Belastungen am Arbeitsplatz. W\u00e4hrend hohe Ger\u00e4uschpegel in Produktionsbereichen meist offensichtlich sind, treten relevante L\u00e4rmbelastungen auch in anderen Arbeitsumgebungen wie Gro\u00dfraumb\u00fcros auf. Bereits ab etwa 65 dB(A) kann L\u00e4rm zu Konzentrationsproblemen, schnellerer Erm\u00fcdung und erh\u00f6hter Stressbelastung f\u00fchren und langfristig sowohl das Geh\u00f6r als auch Leistungsf\u00e4higkeit und Wohlbefinden beeintr\u00e4chtigen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas ASchG (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz) verpflichtet Arbeitgeber, L\u00e4rmbelastungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und geeignete Schutzma\u00dfnahmen umzusetzen. Eine wichtige Grundlage daf\u00fcr sind fachgerecht durchgef\u00fchrte L\u00e4rmmessungen, da nur objektive Messwerte eine verl\u00e4ssliche Bewertung der tats\u00e4chlichen Belastung erm\u00f6glichen\u201c, sagt Thomas Furtmann, Sicherheitsfachkraft beim AMD Salzburg.<\/p>\n<p><strong>Im Arbeitnehmerschutz gelten klare Schwellenwerte. Die Ausl\u00f6se- und Grenzwerte beziehen sich stets auf einen Arbeitstag (8 Stunden) bzw. eine Arbeitswoche (40 Stunden):<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 Ab einem Ausl\u00f6sewert von <strong>80 dB(A)<\/strong> muss der Arbeitgeber <strong>Geh\u00f6rschutz bereitstellen<\/strong> und \u00fcber m\u00f6gliche <strong>Risiken informieren<\/strong>. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen <strong>arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen<\/strong> angeboten werden. Eine Verpflichtung zum Tragen des Geh\u00f6rschutzes besteht in diesem Bereich noch nicht, dies wird jedoch empfohlen.<\/p>\n<p>\u2022 Wird ein L\u00e4rmpegel von <strong>85 dB(A)<\/strong> erreicht oder \u00fcberschritten, gilt der gesetzliche Grenzwert. Ab diesem Punkt ist das Tragen von <strong>Geh\u00f6rschutz verpflichtend.<\/strong> Gleichzeitig sollten technische oder organisatorische <strong>Ma\u00dfnahmen gepr\u00fcft<\/strong> werden, um die L\u00e4rmbelastung m\u00f6glichst zu reduzieren. Dazu z\u00e4hlen unter anderem eine Untersuchungs- oder Kennzeichnungspflicht.<\/p>\n<p>Neben dauerhaftem L\u00e4rm k\u00f6nnen auch kurzzeitige Ger\u00e4uschspitzen auftreten, f\u00fcr die ebenfalls gesetzliche Grenzwerte bestehen. Diese werden im Rahmen von L\u00e4rmmessungen automatisch ber\u00fccksichtigt und flie\u00dfen in die Bewertung der Arbeitspl\u00e4tze sowie in die Festlegung geeigneter Schutzma\u00dfnahmen ein.<\/p>\n<p><strong>Die Basis f\u00fcr wirksamen L\u00e4rmschutz<\/strong><\/p>\n<p>Ein wirksamer L\u00e4rmschutz basiert auf dem Zusammenspiel von Pr\u00e4ventivkr\u00e4ften: Die Sicherheitsfachkr\u00e4fte des AMD-Salzburg f\u00fchren professionelle Messungen mit geeichten L\u00e4rmmessger\u00e4ten durch und beurteilen Arbeitspl\u00e4tze technisch. Die Arbeitsmediziner*innen bewerten m\u00f6gliche gesundheitliche Auswirkungen und f\u00fchren bei Bedarf Vorsorgeuntersuchungen durch. Auf der Grundlage beider Bewertungen werden gezielte Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen abgeleitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Produktionshalle oder Gro\u00dfraumb\u00fcro \u2013 L\u00e4rm kann Besch\u00e4ftigte in vielen Arbeitsbereichen belasten. Welche gesetzlichen Grenzwerte gelten, wann Geh\u00f6rschutz erforderlich ist und wie Unternehmen wirksamen L\u00e4rmschutz umsetzen k\u00f6nnen, lesen Sie hier.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4937,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-4936","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-amd-tipp"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4936"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4936\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4944,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4936\/revisions\/4944"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4937"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gesundessalzburg.at\/amd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}