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Evaluierung psychischer Belastungen – Eine Übersicht

Robert Daly/Gettys picture

Machen Sie mehr aus der gesetzlichen Verpflichtung! Finden Sie unter Einbindung Ihrer Mitarbeitenden Wege zur Überwindung bestehender psychische Belastungen und setzen Energie für mehr Produktivität frei.

ZIELSETZUNG:

Ermittlung und Beurteilung von psychischen Belastungen hinsichtlich Gefährdung für die Mitarbeitenden*. Vermeidung von ermittelten Gefahren durch Festlegung von Maßnahmen. Erfüllung gesetzlicher Verpflichtung und schriftlicher Nachweis als Teil in den Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten. Die Evaluierung psychischer Belastungen kann auch IST-Analyse für einen eventuell geplanten Organisationsveränderungsprozess sein. Machen Sie mehr aus der gesetzlichen Verpflichtung. Finden Sie unter Einbindung Ihrer Mitarbeitenden Wege zur Überwindung bestehender psychische Belastungen und setzen Energie für mehr Produktivität frei.

*Die Analyse zielt auf Merkmale der Arbeit unabhängig vom Individuum ab!
 
DER EVALUIERUNGSPROZESS:
  1. Bildung einer Steuerungsgruppe (Teilnehmende sind Geschäftsführung, Betriebsrat, Sicherheitsvertrauensperson, Schlüsselpersonen)
  2. Durchführung eines Planungsworkshops bei dem die Evaluierung psychischer Belastungen als Projekt aufgesetzt wird und der gesamten Projektsteuerung dient. Beispielsweise mit dem Erstellen und Koordinieren des Gesamtprojekts, dem Aufstellen von Organisation-, Termin- und Zeitplänen.
  3. Das Instrument für die Erhebung psychischer Belastungen in Arbeitsbereichen / im Betrieb wird ausgewählt. Vier mögliche Instrumente (siehe Rückseite) stehen zur Auswahl, es kann auch eine Kombination aus mehreren Instrumenten erfolgen.
  4. Anwendung des/der gewählten Instrumentes im Betrieb
  5. Die / der ArbeitspsychologIn begeht den Betrieb zur verbesserten Kenntnis
  6. Unterstützung in der Maßnahmenentwicklung für die Arbeitsbereiche mit ermittelten Gefährdungen
  7. Den Verantwortlichen präsentiert die/der ArbeitspsychologIn die Maßnahmenergebnisse und begleitet Sie bei der Entscheidungsfindung, welche Maßnahmen umgesetzt werden.
  8. Festschreibung von Zuständigkeiten, Terminisierung von Maßnahmenumsetzung und Wirkungskontrolle erfolgen
  9. Dokumentation der Ergebnisse in den Sicherheitsund Gesundheitsschutz-Dokumenten
  10. Zum späteren Zeitpunkt: Wirkungskontrolle, durch den Betrieb
DIE INSTRUMENTE:

Für die Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz stehen auf Basis der ÖNORM EN ISO 100075 unterschiedliche Erhebungsverfahren zur Verfügung:

Gruppenanalyse mit Arbeitsbewertungsskala (ABS):

Zur Erhebung von Fehlbelastungen bei Mitarbeitenden gleicher bis ähnlicher Tätigkeit. Voraussetzung: Dauer ca. 4 Stunden, 6 – 12 Mitarbeitende pro Gruppe.

Fragebogenscreening (KFZA):

Zum systematischen Herausfiltern psychischer Belastungen und Maßnahmengruppe für Bereiche mit erhöhtem Gefährdungspotential. Für den gesamten Betrieb oder größere Betriebsteile. Voraussetzung: Je Mitarbeitende sind 15 Minuten für die Befragung einzuplanen, plus je Gruppe (mit identifizertem erhöhtem Gefährdungspotential), sind 4 Stunden mit 6 bis 12 Mitarbeitenden vorzusehen.

Beobachtungsinterview (SGA):

Die ArbeitspsychologIn beurteilt anhand eines Leitfadens durch Beobachtungsinterview (Screening gesunde Arbeit); Voraussetzung: das Beobachtungsinterview mit den Beschäftigten wird
in den Routineablauf integriert, maximal 45 Minuten pro Mitarbeitenden, Rechnergestützte psychologische Bewertung von Arbeitsinhalten (REBA): Wird alternativ zum Beobachtungsinterview (SGA) für besonders komplexe Arbeitsbereiche eingesetzt. Das REBA Verfahren ist ein objektives, bedingungsbezogenes Verfahren, das sich grundsätzlich für die Evaluierung psychischer Belastungen eignet.
Dauer: 8 Stunden

ORGANISATORISCHES:

Ort: im Betrieb
ExpertIn: ArbeitspsychologInnen des AMD Salzburg; die Präventivkräfte im Betrieb werden einbezogen. Angebotsblätter können im AMD Salzburg – Zentrum für gesundes Arbeiten angefordert werden unter: arbeitspsychologie@amd-sbg.at bzw. Tel.: 0662-887588-0