Gewaltprävention im Kindergarten bedeutet vor allem, Kindern früh beizubringen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu schützen.
Kurz erklärt:
- Grenzen setzen:
Kinder lernen, was ihnen angenehm ist und was nicht (z. B. „Ich möchte das nicht“). - Nein sagen:
Sie dürfen klar und deutlich „Nein“ sagen – auch gegenüber anderen Kindern oder Erwachsenen. - Gefühle ernst nehmen:
Wenn ein Kind sich unwohl fühlt, wird das ernst genommen und nicht heruntergespielt. - Selbstbewusstsein stärken:
Kinder werden ermutigt, für sich einzustehen und Hilfe zu holen. - Respekt üben:
Gleichzeitig lernen sie, auch die Grenzen anderer zu achten.
Merksatz für Kinder:
👉 „Mein Körper gehört mir – ich darf Nein sagen.“
Als Einstimmung zu diesem sensiblen Thema erzähle uns Katrin, unterstützt von der kleinen Maus und dem Fuchs, die gleichnamige Geschichte.
1.Workshop zum Thema Körper:
Ein bunter Koffer voller Kleidung und Gegenstände wurde dem Kind-Körperumriss passend dazugelegt und überlegt, welchen Zweck er für welches Körperteil hat.
Anschließend haben wir uns anhand dem Körperpuzzle alle Körperteile ganz genau angesehen und diese richtig benannt. Wichtig war auch das Thema: „Wo möchte/ darf ich berührt werden und wo nicht.“ Es wurde auch mit den Kindern erarbeitet.
Jede Gruppe hat das Bilderbuch, „Nein heißt Nein sagt die Maus“, als Geschenk erhalten.
Lustige Spiele wie das Magnetkörperspiel und das Roboterspiel (Anspannung und Entspannung) haben uns während dem Workshop in Schwung gehalten.
2.Workshop zum Thema Gefühle:
- Ziel: Kindern altersgerecht Gefühle erkennen, benennen und Ausdruck verstehen helfen.
- Inhalte: einfache Gefühle identifizieren (z. B. froh, traurig, wütend), Bilder- und Rollenspiele, kurze Pausen zum Durchatmen, einfache Strategien zur Beruhigung.
- Methoden: Geschichten, Lieder, Malen, Partner- und Gruppenübungen, gefühlstarke Momente im sicheren Rahmen teilen.
- Nutzen: emotionale Sprache entwickeln, Empathie stärken, Problemlösung bei Konflikten fördern.
Workshop 3: „NEIN sagen“
Die Kinder lernten den Unterschied zwischen einem wichtigen „Bauch-Nein“ und einem „Lust-Nein“ kennen. Sie erfuhren, dass ein Bauch-Nein immer ernst genommen werden muss und sie in solchen Situationen deutlich „Stopp“ oder „Nein“ sagen dürfen. Durch Spiele, Lieder und Rollenspiele konnten sie dies praktisch üben. Zudem wurde besprochen, dass manche Aufgaben trotz fehlender Lust erledigt werden müssen. Ziel war es, das Vertrauen in das eigene Bauchgefühl zu stärken und persönliche Grenzen wahrzunehmen und zu schützen.
Workshop 4: „Gute und schlechte Geheimnisse“
Anhand von Bilderbüchern lernten die Kinder den Unterschied zwischen guten Geheimnissen, die Freude bereiten, und schlechten Geheimnissen, die Angst oder Sorgen auslösen. Spielerisch wurde vermittelt, dass belastende Geheimnisse nicht allein getragen werden müssen und weitererzählt werden dürfen. Außerdem beschäftigten sich die Kinder mit dem Thema „Hilfe holen“ und lernten den Unterschied zwischen Petzen und Hilfe holen kennen. Ein Vertrauensnetz aus wichtigen Bezugspersonen sowie kreative Angebote stärkten ihr Vertrauen in die eigenen Gefühle und in unterstützende Erwachsene.






