Da emotionale Kompetenz die Basis für gelungenes Konfliktmanagement darstellt, hat die KG-Gruppe in den Anfangsmonaten immer wieder in Morgenkreisen und Spielen geübt, Gefühle wie „Wut, Angst, Traurigkeit und Fröhlichkeit“ zu benennen und zu verstehen. Mit Handpuppen haben wir immer wieder Sketche aufgeführt, wo die Gefühle situativ eingeordnet werden konnten. Im zweiten Schritt – weil ebenfalls Projektthema – haben wir Gefühle begonnen, in den Familiensprachen der Kinder zu hören und die Ausdrücke zu vergleichen (Bsp. türkische und persische Emotionswörter sind teilweise ähnlich!).
Anhand der sog. „Giraffen- und Wolfssprache“ haben wir mit entsprechenden Handpuppen – bei uns heißen sie „Ella“ und „Rudi“ – konstruktives und destruktives Streiten vorgespielt und analysiert: Schreien, Beißen, Schlagen, Gespräch verweigern trägt zu keiner gelungenen Konfliktlösung bei, im Gegensatz: diese Wolfssprache und dieses -verhalten führen zur Eskalation. Fazit eines Dreijährigen: „Wir sollen wie Ella machen: Ella streitet schön!“
Mit den Schulanfänger-Kindern haben wir anhand des sog. „KLIK-Fingerspiels“ in fünf Schritten eingeübt, selbständig – und gegebenenfalls mithilfe von Mediatoren-Kindern – unter 5- und 6-Jährigen Konflikte im KG zu lösen. Brauchen Schulanfänger-Kinder noch Hilfe, dann signalisieren wir ihnen als Erinnerung Teile des Fingerspiels.
Bildungsbereiche: Emotionen und Beziehungen, Sprache und Kommunikation





