Der aktuelle AMD-Tipp von Dr. Franz Sedlmeyer, MSc, Ärztlicher Leiter beim AMD Salzburg
Sommersaison:
neue Risiken für Infektionen
Infektionsrisiken verändern sich weltweit. Globalisierung, Klimawandel und die Ausbreitung von Tierarten in neue Gebiete tragen dazu bei, dass Krankheitserreger und ihre Überträger zunehmend in bisher kaum betroffenen Regionen auftreten. Auch in Österreich müssen Einzelpersonen, Gesellschaft, Gesundheitssystem und Arbeitsschutz mit veränderten Infektionsrisiken rechnen.
„Am Arbeitsplatz sind besonders Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich einem erhöhten Risiko ausgesetzt: Infektionskrankheiten, die bislang vorwiegend in subtropischen Regionen vorkamen, treten in Österreich zunehmend auch ohne Reisehintergrund auf – was die Diagnose bei fehlender Auslandsanamnese verzögern und das Übertragungsrisiko im beruflichen Umfeld erhöhen kann. Auch Personen, die im Freien, mit Lebensmitteln, Tieren oder Gewässern arbeiten oder häufig ins Ausland reisen, können verstärkt Infektionsgefahren ausgesetzt sein“, erklärt Dr. Franz Sedlmeyer, MSc, Ärztlicher Leiter beim AMD Salzburg.
Unternehmen und Beschäftigte müssen sich daher auf veränderte Infektionsrisiken einstellen und geeignete Schutzmaßnahmen berücksichtigen. Entscheidend ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und Präventionsmaßnahmen an die jeweiligen Arbeitsbedingungen anzupassen. Wer vorbeugend handelt, schützt die Gesundheit der Beschäftigten und stärkt gleichzeitig die betriebliche Sicherheit.
Drei Arten von neuen Infektionsrisiken:
- Vektorübertragene Infektionen, da höhere Temperaturen die Ausbreitung von Vektoren
(= Trägern von Krankheitserregern) wie Stechmücken begünstigen; Beispiele: West-Nil- und Toskana-Virus - Wasserbedingte Infektionen, da höhere Wassertemperaturen die Vermehrung von Krankheitserregern wie Vibrionen begünstigen; Beispiel: Wundinfektion
- Lebensmittelbedingte Infektionen, weil sich Erreger wie Salmonellen bei höheren Temperaturen schneller vermehren; Beispiel Magen-Darm-Infektion (Salmonellose)
Der AMD Salzburg empfiehlt folgende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionsrisiken:
- konsequente (Hände-)Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen
- Vermeidung von stehendem Wasser und anderen Brutstätten für Mücken
- Schutz vor Insekten durch Netze, Gitter oder geeignete organisatorische Maßnahmen
- sichere Lagerung, Kühlung und Verarbeitung von Lebensmitteln
- Information über regionale Infektions- und Risikogebiete
- Berücksichtigung besonders gefährdeter Personen bei Schutzmaßnahmen
- bei Reisen oder Aufenthalten in Risikogebieten auf aktuelle Informationen achten
- arbeitsmedizinische / reisemedizinische Vorsorge und Beratung fördern

Foto: AdobeStock_379614157 und AMD Salzburg
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Details zur AMD-Salzburg-Arbeitsmedizin gibt es hier.
Für weitere Informationen stehen Ihnen Ihre Präventivkräfte des AMD Salzburg gerne zur Verfügung.

