Der aktuelle AMD-Tipp von Thomas Furtmann, Sicherheitsfachkraft beim AMD Salzburg

Lärm am Arbeitsplatz
richtig beurteilen

Lärm zählt zu den häufigsten und zugleich oft unterschätzten Belastungen am Arbeitsplatz. Während hohe Geräuschpegel in Produktionsbereichen meist offensichtlich sind, treten relevante Lärmbelastungen auch in anderen Arbeitsumgebungen wie Großraumbüros auf. Bereits ab etwa 65 dB(A) kann Lärm zu Konzentrationsproblemen, schnellerer Ermüdung und erhöhter Stressbelastung führen und langfristig sowohl das Gehör als auch Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden beeinträchtigen.

„Das ASchG (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz) verpflichtet Arbeitgeber, Lärmbelastungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen. Eine wichtige Grundlage dafür sind fachgerecht durchgeführte Lärmmessungen, da nur objektive Messwerte eine verlässliche Bewertung der tatsächlichen Belastung ermöglichen“, sagt Thomas Furtmann, Sicherheitsfachkraft beim AMD Salzburg.

Im Arbeitnehmerschutz gelten klare Schwellenwerte. Die Auslöse- und Grenzwerte beziehen sich stets auf einen Arbeitstag (8 Stunden) bzw. eine Arbeitswoche (40 Stunden):

• Ab einem Auslösewert von 80 dB(A) muss der Arbeitgeber Gehörschutz bereitstellen und über mögliche Risiken informieren. Zusätzlich können arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen angeboten werden. Eine Verpflichtung zum Tragen des Gehörschutzes besteht in diesem Bereich noch nicht, dies wird jedoch empfohlen.

• Wird ein Lärmpegel von 85 dB(A) erreicht oder überschritten, gilt der gesetzliche Grenzwert. Ab diesem Punkt ist das Tragen von Gehörschutz verpflichtend. Gleichzeitig sollten technische oder organisatorische Maßnahmen geprüft werden, um die Lärmbelastung möglichst zu reduzieren. Dazu zählen unter anderem eine Untersuchungs- oder Kennzeichnungspflicht.

Neben dauerhaftem Lärm können auch kurzzeitige Geräuschspitzen auftreten, für die ebenfalls gesetzliche Grenzwerte bestehen. Diese werden im Rahmen von Lärmmessungen automatisch berücksichtigt und fließen in die Bewertung der Arbeitsplätze sowie in die Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen ein.

Die Basis für wirksamen Lärmschutz

Ein wirksamer Lärmschutz basiert auf dem Zusammenspiel von Präventivkräften: Die Sicherheitsfachkräfte des AMD-Salzburg führen professionelle Messungen mit geeichten Lärmmessgeräten durch und beurteilen Arbeitsplätze technisch. Die Arbeitsmediziner*innen bewerten mögliche gesundheitliche Auswirkungen und führen bei Bedarf Vorsorgeuntersuchungen durch. Auf der Grundlage beider Bewertungen werden gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen abgeleitet.

Foto: KI generiert (ChatGPT) und AMD Salzburg

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Für weitere Informationen stehen Ihnen Ihre Präventivkräfte des AMD Salzburg gerne zur Verfügung.


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