AMD vital360
Der Vorsorge-Check für Ihr Team
Leistungsfähige Teams liefern bessere Ergebnisse. Garantiert. Mit AMD vital360 investieren Sie genau dort.
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Gesundheit und Fitness – sowohl körperlich als auch mental – sind einer der Gamechanger in der Performance von Unternehmen.
AMD vital360 ist das Tool dazu. Nicht als Nice-to-have, sondern als strategischer Faktor.
Mit dem AMD vital360 Vorsorge-Check in den Paketen Basis, Plus und Premium – bieten Sie Ihren Mitarbeitenden mehr als nur eine Untersuchung. Sie fördern Gesundheitsbewusstsein, zeigen Wertschätzung und ermöglichen die Früherkennung von gesundheitlichen Risiken.
AMD vital360 ermöglicht


Sie informieren Ihr Team über die Möglichkeit, an
AMD vital360 teilzunehmen. Interessierte melden sich intern im Betrieb an.

Unser medizinisches Team (Ärzte bzw. diplomierte Fachkräfte) kommt mit modernsten Diagnostik-Geräten direkt ins Unternehmen. Benötigt wird ein Raum mit Sichtschutz und diskreter Atmosphäre. Umfang und Zeitaufwand richten sich nach dem gewählten AMD vital360-Paket.

Die Nüchtern-Blutabnahme und die Harnprobe werden in unserem zertifizierten Partnerlabor analysiert und von unserem Ärzte-Team professionell ausgewertet.

Den Abschluss bildet ein individueller Gesundheitsreport mit Ergebnissen und Empfehlungen. Die mehrmalige Teilnahme an AMD vital360 ermöglicht ein gezieltes Monitoring der eigenen körperlichen und mentalen Gesundheit.
Die Untersuchungsergebnisse bleiben vertraulich und werden nicht mit dem Arbeitgeber geteilt.
Nüchtern bedeutet, dass vor der Blutabnahme für mindestens 6 Stunden nichts gegessen wurde. Wasser trinken ist erlaubt, aber keine zuckerhaltigen Getränke, Kaffee (auch nicht mit Milch oder Zucker), Saft oder Alkohol.
Das ist wichtig, weil Essen viele Blutwerte vorübergehend verändert – besonders Blutzucker und Blutfette. Nur im nüchternen Zustand zeigen die Werte den tatsächlichen Stoffwechsel des Körpers und können korrekt beurteilt werden.
Großes Blutbild
Das Blutbild ist eine der wichtigsten Basisuntersuchungen in der Labordiagnostik. Dabei wird gemessen, wie viele rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen im Blut vorhanden sind und ob sie normal aufgebaut sind. Man unterscheidet zwischen dem kleinen Blutbild und dem erweiterten großen Blutbild (Differentialblutbild). Der Name leitet sich von der quantitativen und qualitativen Differenzierung der Leukozytenpopulationen (weiße Blutkörperchen) ab. Es umfasst insgesamt 17 Werte.
Die wichtigsten Blutwerte aus dem Blutbild hier kurz erklärt:
Normwerte (Erwachsene)
| Blutwert | Frauen | Männer | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|---|
| Erythrozyten (rote Blutkörperchen) | 4,4 – 5,8 T/l | 4,4 – 5,8 T/l | Transportieren Sauerstoff im Körper |
| Leukozyten (weiße Blutkörperchen) | 4,0 – 8,5 G/l | 4,0 – 8,5 G/l | Abwehr von Infektionen |
| Thrombozyten (Blutplättchen) | 150.000 – 350.000 G/l | 150.000 – 350.000 G/l | Wichtig für die Blutgerinnung |
| Hämoglobin (Hb) | 13,5 – 18,0 g/dl | 12,0 – 16,0 g/dl | Roter Blutfarbstoff, bindet Sauerstoff |
| Hämatokrit (Hkt) | 40 – 52 % | 35 – 47 % | Anteil der Blutzellen am Blutvolumen |
Nüchternblutzucker (Glucose)
Die Blutzuckermessung findet im nüchternen Zustand, also nach mindestens 6 Stunden ohne Nahrungsaufnahme, statt. Der Wert zeigt, wie gut der Körper den Zucker mithilfe von Insulin in die Zellen aufnimmt.
Zu hohe Werte können ein Hinweis auf eine gestörte Zuckerregulation oder Diabetes sein.
Zu niedrige Werte deuten auf eine Unterzuckerung hin (z. B. durch Medikamente oder langes Fasten).
Triglyceride
sind Blutfette. Sie dienen dem Körper als Energiespeicher und entstehen vor allem aus überschüssigem Zucker und Fett aus der Nahrung. Nach dem Essen steigen sie im Blut an und werden später in Fettzellen gespeichert. Sind die Werte dauerhaft erhöht, steigt das Risiko für Gefäßverkalkung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine Fettleber.
Normalwerte (nüchtern gemessen): unter 150 mg/dl (unter 1,7 mmol/l)
Cholesterin
ist ein fettähnlicher Stoff im Blut. Der Körper braucht ihn als Baustein für Zellmembranen, Hormone und Gallensäuren. Ein Teil wird selbst in der Leber gebildet, ein weiterer Teil über die Nahrung aufgenommen.
Wichtig ist die Zusammensetzung:
Richtwerte (Erwachsene):
Dauerhaft erhöhte Cholesterinwerte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
GGT (Gamma-Glutamyltransferase)
ist ein Enzym, das vor allem in Leber und Gallenwegen vorkommt. Im Blut dient es als empfindlicher Marker für die Leberbelastung.
Erhöht bei:
Der Wert steigt oft schon früh an, noch bevor andere Leberwerte auffällig werden, und eignet sich daher gut zur Früherkennung von Leberproblemen.
Magnesium
ist ein wichtiger Mineralstoff für Muskeln, Nerven und Herz. Er unterstützt die Muskelentspannung, die Nervenleitung und einen normalen Herzrhythmus.
Zu niedrige Werte: Muskelkrämpfe (z. B. Wadenkrämpfe), Zittern, Müdigkeit usw.
Zu hohe Werte: selten, meist nur bei eingeschränkter Nierenfunktion.
Normalwert (Erwachsene): etwa 0, 65 – 1,5 mmol/l
Natrium
ist das wichtigste Salz im Blut. Es reguliert den Wasserhaushalt des Körpers und ist wichtig für Blutdruck, Nervenfunktion und Muskelarbeit.
Zu niedrige Werte: können Müdigkeit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen oder Krämpfe verursachen (z. B. bei starkem Schwitzen, viel Trinken ohne Elektrolyte oder bestimmten Erkrankungen).
Zu hohe Werte: entstehen meist durch Flüssigkeitsmangel und führen zu starkem Durst, trockener Haut oder Unruhe.
Normalwert (Erwachsene): etwa 135 – 150 mmol/l
Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ am Hals. Sie produziert Hormone, die den Stoffwechsel steuern. Damit beeinflusst sie unter anderem Energieverbrauch, Körpertemperatur, Herzschlag, Konzentration und Gewicht. Arbeitet sie zu langsam oder zu schnell, kann sich das z. B. durch Müdigkeit, Nervosität, Frieren, Schwitzen, Gewichtsveränderungen oder Herzklopfen bemerkbar machen.
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon)
TSH wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und steuert die Schilddrüse. Man kann es sich wie ein „Befehlshormon“ vorstellen: Es sagt der Schilddrüse, ob sie mehr oder weniger Hormone produzieren soll.
Zu hoch: Hinweis auf Schilddrüsenunterfunktion
Zu niedrig: Hinweis auf Schilddrüsenüberfunktion
Orientierungswert (Erwachsene): etwa 0,5 – 4,2 mIU/l
T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin)
T3 und T4 sind aktive Schilddrüsenhormone. Sie steigern den Stoffwechsel und bestimmen, wie schnell der Körper Energie verbraucht.
Zu hoch: Unruhe, Schwitzen, Herzklopfen, Gewichtsabnahme
Zu niedrig: Müdigkeit, Frieren, Antriebslosigkeit
Orientierungswert (freies T3): 3,1–6,8 pmol/l
Orientierungswert (freies T4): ca. 0,92 – 1,68 ng/dl
Warum werden alle drei Werte bestimmt?
TSH zeigt, wie stark die Schilddrüse angesteuert wird, während T3 und T4 zeigen, wie viele Hormone tatsächlich im Körper vorhanden sind. Zusammen erlauben sie eine zuverlässige Beurteilung der Schilddrüsenfunktion.
Vitamin D
ist streng genommen kein klassisches Vitamin, sondern ein Hormon. Es wird überwiegend in der Haut durch Sonnenlicht gebildet und spielt eine wichtige Rolle für Knochen, Muskeln und das Immunsystem. Ein ausreichender Spiegel unterstützt die Aufnahme von Calcium und sorgt für stabile Knochen und Zähne. Außerdem beeinflusst Vitamin D die Muskelkraft und kann sich auf Stimmung und Infektanfälligkeit auswirken.
Zu niedrige Werte: häufig in unseren Breiten (vor allem im Winter); möglich sind Müdigkeit, Muskelschwäche, erhöhte Infektanfälligkeit oder Knochenschmerzen.
Zu hohe Werte: meist nur durch übermäßige Einnahme von Präparaten.
Orientierungswerte (25-OH-Vitamin-D):
CRP (C-reaktives Protein)
ist ein Eiweißstoff, der in der Leber gebildet wird. Er steigt im Blut rasch an, wenn im Körper eine Entzündung oder Infektion vorliegt. Deshalb gilt CRP als wichtiger akuter Entzündungsmarker. Der Wert erhöht sich bei bakteriellen Infekten, Gewebeschäden oder nach Operationen und sinkt wieder, sobald die Entzündung abklingt.
Normalwert: bis 0,5 mg/dl
Sehr hohe Werte sprechen für eine bakterielle Infektion, während bei leichten Virusinfekten das CRP gar nicht ansteigt.
BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
Die BSG misst, wie schnell die roten Blutkörperchen in einem senkrechten Röhrchen innerhalb einer Stunde absinken. Der Wert steigt an, wenn im Körper länger anhaltende Entzündungen oder Erkrankungen vorliegen. Die BSG reagiert langsamer als das CRP und eignet sich daher eher zur Beurteilung chronischer Entzündungen (z. B. Rheuma), Infektionen oder anderer länger bestehender Prozesse.
Orientierungswerte (nach 1 Stunde):
Ein erhöhter Wert zeigt eine Entzündung an, sagt aber nicht, wo im Körper die Ursache liegt.
GOT (ASAT) und GPT (ALAT)
In den Leberzellen befinden sich spezielle Eiweiße (Enzyme), die wichtige Aufgaben im Stoffwechsel erfüllen. Mit „Leberwerten“ meint man daher die Menge dieser Enzyme im Blut, wie zum Beispiel: GOT (ASAT) und GPT (ALAT) – gelangen sie vermehrt ins Blut, deutet das darauf hin, dass Leberzellen gereizt oder geschädigt sind.
GOT steht für Glutamat-Oxalacetat-Transaminase. Dieses Enzym kommt grundsätzlich in vielen Körperzellen vor, besonders aber in der Leber sowie in Herz- und Skelettmuskeln und auch im Gehirn. Nach starker körperlicher Belastung kann es ansteigen. GPT steht für Glutamat-Pyruvat-Transaminase und ist am Abbau von Eiweißen beteiligt und kommt im Zytoplasma der Leberzellen in einer hohen Konzentration vor.
Erhöht bei:
GPT (ALAT) ist dabei leberspezifischer, während GOT (ASAT) auch in Muskeln vorkommt.
Orientierungswerte:
Kreatinin
Kreatinin ist ein Abbauprodukt aus dem Muskelstoffwechsel. Es wird über die Nieren aus dem Blut gefiltert und mit dem Urin ausgeschieden. Deshalb zeigt der Wert, wie gut die Nieren arbeiten.
Erhöht: Hinweis auf eine eingeschränkte Nierenfunktion (die Niere filtert zu wenig).
Zu niedrig: meist ohne Krankheitswert, z. B. bei geringer Muskelmasse.
Orientierungswerte (Erwachsene):
Harnsäure
Sie entsteht beim Abbau von Purinen – Bestandteilen der Zellen, die vor allem in Fleisch und Innereien vorkommen. Sie wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden.
Zu hohe Werte: Die Harnsäure kann Kristalle bilden, die sich in Gelenken ablagern und schmerzhafte Entzündungen (Gicht) verursachen.
Orientierungswerte:
Eisen
Eisen ist ein wichtiges Spurenelement und Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Es wird benötigt, damit Sauerstoff im Blut transportiert werden kann.
Zu niedrige Werte: führen häufig zu Eisenmangel und Blutarmut – typische Beschwerden sind Müdigkeit, Blässe oder Konzentrationsschwäche.
Zu hohe Werte: können z. B. bei vermehrter Eisenspeicherung im Körper auftreten.
Orientierungswerte (Erwachsene): etwa 33 – 193 µg/dl
Eisen schwankt im Tagesverlauf. Zur Beurteilung wird meist zusätzlich der Eisenspeicherwert (Ferritin) herangezogen.
Ferritin
Ferritin ist die Speicherform von Eisen im Körper. Der Wert zeigt, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind und ist der wichtigste Blutwert zur Erkennung eines Eisenmangels – oft schon, bevor das Hämoglobin abfällt.
Zu niedrige Werte: Hinweis auf leere Eisenspeicher (Eisenmangel).
Zu hohe Werte: können bei Entzündungen, Lebererkrankungen oder vermehrter Eisenspeicherung auftreten.
Orientierungswerte (Erwachsene):
HbA1c (Langzeitblutzucker)
HbA1c (Langzeitblutzucker) zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8–12 Wochen an. Dabei wird gemessen, wie viel Zucker sich dauerhaft an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) der Erythrozyten gebunden hat. Da rote Blutkörperchen rund 3 Monate leben, spiegelt der Wert den längerfristigen Zuckerstoffwechsel wider und nicht nur eine Momentaufnahme. Der HbA1c eignet sich daher besonders gut zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Diabetes. Er zeigt auch, ob die Behandlung (Ernährung, Bewegung oder Medikamente/Insulin) ausreichend wirkt. Tagesschwankungen können jedoch nicht erfasst werden.
Typische Einordnung:
Je höher der HbA1c, desto länger war der Blutzucker erhöht. Kontinuierlich hohe Werte können auf Dauer Gefäße und Nerven schädigen und z. B. Augen-, Nieren- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Darum gehört der HbA1c zu den wichtigsten Kontrollwerten bei Menschen mit Diabetes.
PSA (Prostata-spezifisches Antigen)
ist ein Eiweiß, das in der Prostata gebildet wird und bei Männern im Blut gemessen werden kann. Der Wert dient vor allem zur Früherkennung und Verlaufskontrolle von Prostataerkrankungen. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Krebs. Er kann auch ansteigen bei:
Orientierungswert:
Steigt der Wert deutlich an oder verändert sich rasch, wird das PSA kontrolliert oder weiter abgeklärt.
Harnwerte liefern schnell und einfach wichtige Informationen über die Gesundheit des Körpers. Im Urin werden viele Stoffwechselprodukte ausgeschieden – deshalb kann eine Urinuntersuchung Hinweise auf Erkrankungen geben, oft noch bevor Beschwerden auftreten. Besonders beurteilt werden dabei Nierenfunktion, Stoffwechsel und mögliche Infektionen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, schnell durchführbar und gehört daher zu den wichtigsten Basisuntersuchungen in der Vorsorge.
pH-Wert
im Urin gibt an, wie sauer oder basisch der Urin ist. Er hängt unter anderem von Ernährung, Flüssigkeitsmenge und Stoffwechsel ab.
Saurer Urin: häufig normal, z. B. bei eiweißreicher Ernährung oder morgens..
Alkalischer (basischer) Urin: kann auf einen Harnwegsinfekt oder bestimmte Stoffwechselveränderungen hinweisen.
Normalbereich: etwa pH 4,5 – 7,0
Der pH-Wert hilft vor allem dabei, Infektionen, Nierensteine oder Stoffwechselstörungen besser einzuordnen.
Leukozyten
sind weiße Blutkörperchen, die normalerweise kaum oder gar nicht nachweisbar sein sollten. Sie gelangen vor allem dann in den Urin, wenn im Bereich der Harnwege eine Entzündung besteht. Ein erhöhter Wert ist daher ein typischer Hinweis auf eine Harnwegsinfektion (z. B. Blasenentzündung oder Nierenbeckenentzündung).
Mögliche Begleitbeschwerden sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder trüber Urin – manchmal treten aber auch keine Beschwerden auf.
Nitrit
im Urin entsteht, wenn bestimmte Bakterien in den Harnwegen Nitrat (aus der Nahrung) in Nitrit umwandeln. Daher gilt ein positiver Nitrit-Test als starker Hinweis auf eine bakterielle Harnwegsinfektion. Häufig tritt er zusammen mit Leukozyten im Urin auf. Typische Beschwerden können Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder trüber, übelriechender Urin sein. Ist Nitrit nachweisbar, wird meist eine weitere Abklärung oder Behandlung empfohlen.
Protein (Eiweiß)
im Urin sollte normalerweise kaum nachweisbar sein. Die Nieren filtern das Blut und halten Eiweiße zurück – deshalb gelangt nur eine sehr geringe Menge in den Urin. Ist mehr Eiweiß vorhanden, kann das auf eine Störung der Nierenfilter hinweisen, z. B. bei Entzündungen, Diabetes oder Bluthochdruck. Vorübergehend kann Eiweiß auch nach starker körperlicher Belastung oder bei Fieber auftreten. Ein dauerhaft erhöhter Wert sollte daher weiter abgeklärt werden.
Glucose
im Urin ist normalerweise nicht nachweisbar. Die Nieren filtern Zucker aus dem Blut und nehmen ihn fast vollständig wieder auf.
Erscheint dennoch Zucker im Urin, ist der Blutzucker meist deutlich erhöht. Das kann ein Hinweis auf Diabetes mellitus sein.
Vorübergehend kann Glucose auch nach sehr zuckerreichen Mahlzeiten oder in der Schwangerschaft auftreten. Ein auffälliger Befund sollte daher mit einer Blutuntersuchung kontrolliert werden.
Ketone
im Urin sind Stoffwechselprodukte, die entstehen, wenn der Körper nicht genügend Zucker (Glucose) zur Energiegewinnung nutzen kann und stattdessen Fett abbaut. Dabei werden sogenannte Ketonkörper gebildet, die teilweise über den Urin ausgeschieden werden.
Vorübergehend können Ketone z. B. auftreten bei:
Besonders wichtig ist der Befund bei Diabetes mellitus: Fehlt Insulin, kann Zucker nicht in die Zellen gelangen. Der Körper weicht dann auf Fettabbau aus, wodurch viele Ketone entstehen. Sehr hohe Werte können zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose) führen und müssen rasch ärztlich abgeklärt werden. Ein einmalig leichter Nachweis ist oft harmlos, stark erhöhte Werte sollten jedoch immer kontrolliert werden.
Urobilinogen & Bilirubin
entstehen beim natürlichen Abbau alter roter Blutkörperchen. Der dabei freiwerdende rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) wird zunächst in Bilirubin umgewandelt. Dieses wird in der Leber weiterverarbeitet, über die Galle in den Darm abgegeben und dort teilweise zu Urobilinogen umgebaut. Ein kleiner Teil davon gelangt wieder ins Blut und schließlich in den Urin.
Die beiden Werte helfen daher vor allem, Leber- und Gallenwegserkrankungen frühzeitig zu erkennen. Auffällige Ergebnisse werden meist durch Blutuntersuchungen der Leberwerte weiter abgeklärt.
Erythrozyten
im Urin sind rote Blutkörperchen, die normalerweise nicht oder nur in sehr geringer Menge nachweisbar sein sollten. Ihr Auftreten wird auch als Blut im Urin (Hämaturie) bezeichnet.
Mögliche Ursachen sind:
Der Urin kann dabei rötlich verfärbt sein, häufig ist das Blut jedoch nur im Teststreifen oder Mikroskop erkennbar. Ein auffälliger Befund sollte immer weiter abgeklärt werden.
Albumin
im Urin ist ein wichtiger Hinweis auf die Funktion der Nieren. Albumin ist ein kleines Eiweiß, das normalerweise im Blut bleibt, weil die Nierenfilter (Glomeruli) es zurückhalten. Im gesunden Zustand gelangt daher kaum Albumin in den Urin. Wird Albumin nachgewiesen, kann das bedeuten, dass die Filterfunktion der Niere gestört ist. Besonders häufig tritt dies bei Diabetes mellitus oder Bluthochdruck auf. Man spricht dann von einer beginnenden Nierenschädigung (Mikroalbuminurie), oft noch lange bevor Beschwerden oder auffällige Kreatininwerte auftreten.
Anfangs verursacht Albumin im Urin meist keine Symptome. Gerade deshalb ist die Untersuchung für die Vorsorge wichtig, da Nierenerkrankungen so früh erkannt und behandelt werden können. Zur genaueren Beurteilung wird häufig zusätzlich das Albumin-Kreatinin-Verhältnis bestimmt, weil es unabhängig von der Trinkmenge aussagekräftiger ist.
Albumin-Kreatinin-Verhältnis (AKR)
ist ein Urinwert, der zeigt, ob die Nieren bereits kleine Mengen Eiweiß verlieren. Dabei wird die Menge an Albumin mit dem Kreatinin im Urin verglichen. So kann der Befund besser beurteilt werden, weil er nicht von der Trinkmenge oder der Verdünnung des Urins abhängt. Der Wert kann zur Früherkennung von Nierenschäden, vor allem bei Diabetes oder Bluthochdruck herangezogen werden. Dieser ist aber nur in Zusammenschau der Befunde einforderbar.
Erhöhte Werte: Hinweis auf eine beginnende Störung der Nierenfilter (Mikroalbuminurie).
Ist der Wert länger erhöht, sollte er kontrolliert und weiter abgeklärt werden, damit eine Nierenfunktionsstörung frühzeitig erkannt werden kann.
Spezifisches Uringewicht
beschreibt, wie konzentriert oder verdünnt der Urin ist. Es zeigt damit, wie gut die Nieren Wasser zurückhalten oder ausscheiden können.
Der Wert hängt vor allem von der Trinkmenge ab: Nach viel Trinken ist der Urin eher verdünnt, bei Flüssigkeitsmangel stärker konzentriert. Deshalb gibt er Hinweise auf den Flüssigkeitshaushalt und die Konzentrationsfähigkeit der Nieren.
Zu niedrige Werte: können auf eine eingeschränkte Nierenfunktion oder sehr hohe Flüssigkeitszufuhr hinweisen
Zu hohe Werte: treten häufig bei Flüssigkeitsmangel, Fieber oder starkem Schwitzen auf
Normalbereich: etwa 1001 – 1030 g/l