Der aktuelle AMD-Tipp von Dr. Brigitte Schulz
Wechseljahre am Arbeitsplatz
gut begleiten
Die Wechseljahre sind ein natürlicher Teil des Lebens. Alle Frauen erleben sie – auch im Berufsalltag. Obwohl alle Frauen betroffen sind, wird das Thema im beruflichen Umfeld oft ausgeklammert. Ein offener, sachlicher Umgang fördert jedoch Gesundheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Unternehmen, die sich mit dem Thema aktiv auseinandersetzen, profitieren mehrfach: Sie stärken die Bindung erfahrener Mitarbeiterinnen, reduzieren Fehlzeiten und sichern wertvolles Know-how.
„Die Wechseljahre sind keine Krankheit, aber sie können zeitweise Einfluss auf Konzentration, Belastbarkeit und Wohlbefinden haben. Wie stark sich hormonelle Veränderungen in diesem Zeitraum auswirken, ist individuell sehr unterschiedlich. Während manche Frauen kaum Einschränkungen erleben, benötigen andere vorübergehend mehr Unterstützung, auch im Arbeitsalltag. Entscheidend ist, dass das Thema im Betrieb enttabuisiert wird und Frauen die Möglichkeit haben, offen darüber zu sprechen, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Zugleich braucht es Rahmenbedingungen, um flexibel auf die individuellen Bedürfnisse von Mitarbeiterinnen einzugehen“, erklärt Arbeitsmedizinerin Dr. Brigitte Schulz.
Die vier Phasen der Wechseljahre
Die Wechseljahre bestehen aus vier Phasen: Sie beginnen meist um das 40. Lebensjahr mit der Prämenopause, gefolgt von der Perimenopause und der Menopause. Die letzte Phase ist die Postmenopause. Diese startet ein Jahr nach der letzten Monatsblutung. Typische Symptome aufgrund der hormonellen Veränderungen: Stimmungsschwankungen, Muskel- und Gelenksbeschwerden, Hitzewallungen, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen etc.
Empfohlene Maßnahmen in Unternehmen
- Informationsangebote für Mitarbeitende über entsprechende Angebote im Betrieb
- Sensibilisierung von Führungskräften, um mit dem Thema vertraut zu werden
- vertrauliche Ansprechpersonen, die den betroffenen Frauen bei Bedarf Orientierung und Sicherheit geben können
- eine Unternehmenskultur, die Gesundheit als gemeinsamen Auftrag versteht
AMD-Tipps für Entlastung am Arbeitsplatz
- Flexible Pausenregelungen sowie verschiedene Arbeitsmodelle wie Homeoffice oder individuell angepasste Arbeitszeiten
- Optimierte Arbeitsumgebung wie eine bessere Temperaturregulierung, Rückzugsräume, eventuell abgeänderte Kleidungsvorgaben
- Gezielte Gesundheitsförderung in Bezug auf Bewegung, Ernährung und Resilienz
- Maßnahmen zur Stressreduktion wie zum Beispiel Atemübungen
- Offene Gesprächskultur, die das Thema enttabuisiert und Betroffenen den Austausch ermöglicht

Hier finden Sie den aktuellen AMD-Tipp als Download (PDF).
Details zur AMD-Salzburg-Arbeitsmedizin gibt es hier.
Für weitere Informationen stehen Ihnen Ihre Präventivkräfte des AMD Salzburg gerne zur Verfügung.

